Die Welt ist so heil wie ein Ei, ungekocht


Zwischen den Beinen
der alten Damen
Und die der Männer
Die kaum mehr U-Bahn fahren
Liegt mehr als die Lust der Jugend

Die Strasse ist grau
Asphalt
lange Bauwerke
Von innen unbelebt wie aussen
Der Frau
ist kalt
Es ist fast Weihnachten

Zwischen den Bänken
wartet er
Die Hände
Nicht aus Frust Fäuste
Unbeachtet von den Leuten
Er wird lange warten

Sie gibt sich Mühe
sich unbemerkt fortzubewegen
Der Himmel beschmutze Bettdecken
Sie erwartet Regen
Wie es alles umschlingen würde;
Sie braucht keinen Regenschirm,
Es ist zu Hause

Zwischen zwei unterbewussten Gedanken
Sieht er
Der Frau ist kalt
Mit den ersten Tropfen des Regens
Ist es fast Weihnachten
Er wünschte er könnte ihr den Regenschirm geben, aber
Es ist zu Hause

Zwischen den Beinen 
der alten Damen
und die der Männer
die kaum mehr U-Bahn fahren
Liegt mehr als die Lust der Jugend
Es schleicht und schreitet hoch
Viel weiter als die langen Bauwerke
Von innen belebt, von außen unbewusst, unbeachtet, unbemerkt

Es ist fast Weihnachten

Die Welt ist so heil wie ein Ei, gekocht.

(Last poem I wrote in German, September/October 2015)